Berühmte Persönlichkeiten aus Ligurien
Auf dieser Seite finden Sie eine Vielzahl von den berühmten Töchtern und Söhnen
Liguriens. Weiterhin erhalten Sie Informationen, wo sich noch heute Werke,
Geburtshäuser, Denkmäler oder Museen für diese Personen befinden.
Künstler
Ludovico Brea (Maler)
Er ist ca. 1450 in Montalto Ligure im Argentina Tal geboren. Gestorben
ist er 1522 in Genua. Seine Werke vorallem Altare, die im flämischen und
lombardischen Stil gearbeitet sind, befinden sich vorallem in Nizza
und in vielen Orten Liguriens.
Werke: Pietà (1475) in der Kirche di Cimiez, Nizza; Flügelaltar (1516) in
San Giovanni Battista e Giorgio, Montalto Ligure; Crocifissione (1481)
Palazzo Bianco, Genua; Ascenzione(1483) Galleria Durazzo Giustiniani,
Genua; La Madonna di Misericordia (1483-84), der Flügelaltar der S.
Caterina (1488) und die Taufe Christi (1495) in der Kirche und Kloster
der Dominikaner, Taggia; La Pietà, Kathedrale in Monaco; La Maestà, Kirche
von Arcs-Van
Luca Cambiaso (Maler)
Er ist am 18.11.1527 in Moneglia geboren. Seine malerischen Fähigkeiten hat
er von seinem Vater Giovanni vererbt bekommen, mit dem er seine
Maltechniken entwickelte. Durch seine späteren Studien der Werke von
Michelangelo, Raffael, Beccafumi, Pordenone, Perin del Vaga, Correggio
und Parmigianino erweitere er diese. Er zählt zu den besten genuesischen
Malern aus dem 15. Jhd. Viele seiner Werke befinden sich in Genua. 1583
wurde er von Philipp II. nach Spanien gerufen, um das Wandgemälde des
Escorial (begonnen von Castello) fertig zu stellen. Leider verstarb er
schon vor der Vollendung am 6.9.1585 in San Lorenzo de El Escorial.
Werke: Fresken Palazzo Doria (1547-48), Genua; Palazzo Imperiale (Piazza
Campetto,1560), Genua; Cappella Lercari, (1562) Dom, Genua; Diana e
Atteone, Palazzo Bianco, Genua; Altarbild des S. Benedetto (1562), Dom,
Genua; Christo davanti Caifa e Madonna della candela, Palazzo Bianco,
Genua; Auferstehung (1547) SS. Giacomo e Filippo, Taggia; Anbetung der
Könige, Galleria Sabaudo, Turin
Domenico Piola (Maler und Kupferstecher)
Er ist 1627 in Genua geboren und arbeitete als Maler und Kuperstecher.
Beeinflussen ließ er sich von den Werken von del Grechetto und Rubens.
Gestorben ist er 1703 in Genua.
Werke: Fresken, S. Marta und S. Giacomo della Marina, Genua; Allegorie vom
Herbst und Winter, Palazzo Rosso, Genua; Fresken Chiesa dell'Annunziata, S.
Siro (Kapelle S. Gaetano) und S. Luca, Genua
Bernardo Castello (Maler)
Er ist 1557 in Albaro/Genua geboren. Seine Werke befinden sich
hauptsächlich in Genua. Er war Schüler von Semino und Cambiaso.
Gestorben ist er 1629 in Genua.
Werke: Die heilige Familie, Galleria Nazionae e Accademia Lingustica,
Genua; Raub der Sabinerinnen, Palazzo Rosso, Genua
Alessandro Magnasco (Maler)
1667 ist er in Genua geboren. Er war längere Zeit in Mailand, wo er die
Werke von Cerano, Crespi und Procaccini studierte. Von 1703-1711 arbeitete
er am Hofe des Grafen Gian Gastoe de Medici in Florenz. Ab 1711 lebte und
arbeitete er erneut in Norditalien. Damals begann er mit Zeichnungen von
Mönchen und dessen Alltag. 1735 kehrte er nach Genua zurück, wo er viele
Bilder mit religiösen Hintergrund, Landschaften und Szenen aus dem
aristokratischen Leben.
Werke: S. Antonio predigt den Fischern, Privatsammlung, Genua; Ricevimento
in una casa patrizia, Palazzo Bianco, Genua
Angiola Veronica Airola (Maler)
Sie lebte von 1590-1670 zur Zeit des Barocks und arbeitete hauptsächlich
in Genua. Sie war eine der wenige Frauen in der Malerei und war Schülerin
von Domenico Fiasella. Später wurde sie Nonne in San Bartolomeo dell'
Olivello. Sie malte schwerpunktmäßig religiöse Bilder.
Werke: Fresken im Dom Annunziata, Genua
Giovanni Andrea Ansaldo (Maler)
Er ist 1584 in Voltri/Genua als Sohn eines Händlers geboren. Er war Schüler
von Orazio Cambiaso und arbeitete mit Bernardo Strozzi zusammen. Zwei
seiner Schüler waren Giuseppe Badaracco und Bartolomeo Bassi. Seine
Arbeiten wurden von den flämischen Künstlern wie z. B. Rubens und van Dyck
sowohl von Crespi, Proccacini und il Morazzone beeinflusst. Er starb am
18.8.1638 in Genua.
Werke: Fresken der Kuppel von der Basilica della Santissima Annunziata
del Vastato (1635-38), Genua; Ausstellung in der Accademia Linguistica,
Genua
Guilio Benso (Maler)
Er ist am 30.11.1592 in Pieve di Teco geboren und war einer der frühen
genuesischen Barockmaler, der bekannt war dem Stil von Luca Cambiaso
fortzuführen. Er begann damals als Schüler von Giovanni Carl Doria und
traf wenig später auf Procaccini. Später studierte er an der Accademia
del Nudo in Genua und danach ging er in die Lehre bei Giovanni Battista
Paggi. 1668 starb er.
Werke: Palazzo Grimaldi, Cagnes-sur-Mer; Fresken in der Apsis der Basilica
della Santissima Annunziata del Vastato, Genua; Sant'Ambrogio, Alassio
Bernardo Strozzi (Maler)
Er wurde 1581 in Genua geboren und unter den Namen il Prete Genovese
(der Priester aus Genua) und il Cappucchino bekannt. Er lebte als
Kapuzinermönch. Seine Werke sind hauptsächlich Porträts und sind geprägt
von den flämischen Künstlern wie z.B. Aersten, Rubens und van Dyck. Er
starb am 2.8.1644 in Venedig.
Werke: Il Paradiso, Accademia Lingustica di Belli Arti, Genua; 5 Werke
im Palazzo Bianco, Genua; 7 Werke u.a. Die Köchin im Palazzo Rosso, Genua
Giovanni Bernardo Carbone (Maler)
Er wurde 1616 in Sant Martino d'Albaro geboren und galt in der
Porträtmalerei als Nachfolger von van Dyck. Er malte vorallem religiöse
und historische Bilder.1683 starb er in Genua.
Werke: Der heilige Ludwig betet das Kreuz an (1662), SS. Annunziata,
Genua; Maria mit dem Kind und 6 Heiligen (1647), San Teodoro, Genua; Maria
mit dem Kind und dem hl. Antonius von Padua (1665), Pfarrkirche, Celle
Ligure
Filippo Parodi (Bildhauer)
Er ist 1630 als Sohn einer Bildhauerfamilie geboren. Er arbeitete als
erstes mit Holz und fing erst um 1670 mit Marmor an. Von 1655-61 war er
Assistent im Studio von Bernini, obwohl Algardi und dessen Schüler Ercole
Ferrata ihn mehr beeinflusst haben. Nach seiner Rückkehr nach Genua traf
er auf den französischen Bildhauer Pierre Puget. Dank vieler Aufträge
musste er ein großes Studio in Genua eröffnen. Er arbeitete dort mit vielen
Assistenten wie Andrea Brustolon und Giacomo Antonio Ponsonelli. Seine
Schüler waren Angelo de Rossi, und die Brüder Francesco und Bernardo
Schiaffino. Am 22.7.1702 starb er in Genua.
Werke: Christ an der Säule, Palazzo Reale, Genua; Ovids Metamorphose
(Venus, Clytie, Adonis und Hyacinth), Palazzo Reale, Genua
Päpste
Benedikt XV
Bürgerlich hieß er Giacomo della Chiesa und wurde am 21.11.1854 in Genua
als Sohn einer marktgräflichen Adelsfamilie geboren. Er studierte
Rechtwissenschaften und erlang den Doktortitel. Sein zweites Studium galt
dem Priesteramt, wobei er die Schule der vatikanischen Diplomatie 1880 mit
dem Doktor im Kirchenrecht abschloss. 1878 wurde er zum Priester geweiht.
Die meiste Zeit verbrachte er im Vatikan. Am 16.12.1907 wurde er zum
Erzbischof von Bologna ernannt. Am 25.5.1914 wurde er Kardinalpriester.
Nach dem Tod des Papstes Pius X wurde della Chiesa zum Papst Benedikt XV
gewählt. Wegen seines engagierten Auftretens gegen den 1. Weltkrieg hat
er den Beinamen der Friedenspapst bekommen. 1922 starb er an einer
Lungenentzündung.
Innozenz IV.
Der Papst Innozenz hieß bürgerlich Sinibaldo de Fieschi und ist 1195 in
Genua geboren. Seine Familie zählte zu der Oberschicht. Nach seinem Studium
in Parma und Bologna war er einer der wichtigen Kanonikern. Seine Amtszeit
als Papst war von 1243 bis 1254. Er wurde als engstirnig, habgierig, feige,
durchtrieben und rachsüchtig. Durch ihn wurde die Verfolgung von Ketzern
und Hexen intensiviert. Seine "Bulle Ad Extirpanda" wurde bald zur
Richtlinie bei Inquisitionsverfahren. In dieser Schrift galt die Folter als
Hilfsmittel zur Wahrheitsfindung. Er starb am 7.12.1254 in Neapel.
Innozenz VIII.
Innozenz VIII. wurde als Giovanni Battista Cibo 1432 in Genua geboren. Er
war vorher Bischof von Savona (1467), Bischof von Molfretta und Kardinal
(1473). Er regierte als Papst von 1484 bis 1492. Er war eigentlich ein
schwacher und unselbständiger Papst, der jedoch ein Befürworter der
Inquisition und Hexenverfolgung war. Innozenz hinterließ 8 Söhne und 8
Töchter, die die Herzöge von Massa und Carrara wurden.
Architekt
Carlo Francesco Barabino
Er ist 1768 in Genua geboren und war einer der wichtigsten Architekten und
Städtebauer Genuas. Ihm verdanken wir den Piazza De Ferrari und die Via XX
Settembre – die große Shoppingmeile Genuas. Weiterhin hat er das Theater
Carlo Felice (1828), das gegenüber der Piazza De Ferrari entworfen. 1835
ist er in Genua gestorben
Dichter
Goffredo Mameli
Er ist am 5.9.1827 in Genua geboren. Mameli war ein berühmter Dichter und
ein wichtiger Vertreter des Risorgimentos. Mit 13 Jahren entdeckte er
seine Leidenschaft zur Dichtkunst. Sein wichtigstes Werk ist die 1847
italienische Nationalhymne „Fratelli d'Italia“. Er kämpfte später an der
Seite von Giuseppe Garibaldi für die Verteidigung der Römischen Republik
vor Frankreich. Er starb mit nur 22 Jahren am 7.7.1849 an den Folgen einer
Wundinfektion.
Werke: Dante und Italien, die Brüder Bandiera, An Carlo Alberto, die
Schlacht von Marengo, L'inno militare, Fratelli d'Italia
Eugenio Montale
Er ist am 12.10.1896 in Genua als Sohn eines Unternehmers in Genua geboren.
Nachdem er vom Kriegsdienst heimgekehrt war, begann er sich für die
Literatur zu interessieren. 1922 war er Mitbegründer der Zeitschrift
„Primo Tempo“. Durch sein 1. Buch „Ossi di Seppia“, dass 1925
veröffentlicht wurde, wurde er als Schriftsteller bekannt. Kurze Zeit
später ging er nach Florenz, um dort die Bibliothek „Gabinetto Vieusseux“
zu leiten. Da er sich weigerte der faschistischen Partei beizutreten,
verlor er 1938 diese Stellung. 1939 erschien sein 2. Buch „Le occasioni“.
Nebenbei arbeitete er für Zeitungen in Florenz und für den Corriere della
Sera in Mailand. Das 3. Buch „La bufera e altro“ ließ lange auf sich warten
und wurde erst 1956 veröffentlicht. Sein Gedichtsband „Satura“ kam 1971
heraus, in seinen Gedichten beschreibt er sehr oft die ligurische
Landschaft. 1975 erhielt Montale den Nobelpreis für Literatur. Außerdem war
der Ehrendoktor an der Universität von Rom, Mailand und Cambridge. Am
12.9.1981 verstarb er in Mailand.
Seefahrer
Christoph Columbus
Der wohl bekannteste Sohn Liguriens ist der Entdecker Amerikas Christoph
Columbus. Er ist 1451 in Genua geboren, jedoch gibt es Schriften die
besagen, dass er auch in Savona geboren sein könnte. Mit 14 Jahren
entdeckte er seine Liebe zum Meer und wurde Seefahrer. 1477 ging er nach
Lissabon, wo er als Zeichner arbeitete. Ihn zog es allerdings immer wieder
aufs Meer zurück, so dass er an verschiedenen Expeditionen teilnahm. Er
heiratete Felipa Perestreto e Moniz, die ihm 1480 den Sohn Diego schenkte.
Zusammen lebten sie auf Porto Santo in der Nähe von Madeira. Nach dem Tod
seiner Frau im Jahre 1486 ging er mit Diego nach Córdoba/Spanien. Hier
lernte er seine zweite Frau Beatriz Enríquez de Arano, die er jedoch nie
heiratete. Sie gebar ihm seinen zweiten Sohn Fernando. 1492 brach er mit
den Schiffen Santa Maria, Niña und Pinta im Namen der spanischen Krone auf,
um einen westlichen Seeweg nach Asien zu finden. Zwar fand er nicht den
gewünschten Weg, jedoch wurde für seine Entdeckung Amerika's bekannt.
Kolumbus starb am 20. Mai 1506 in Valladolid.
Am Hafen von Genua können Sie das Denkmal für Columbus besichtigen. Oder
besuchen Sie doch das Kolumbus Haus in der Porta Soprana. Es ist Sa/So von
9:00-12:00 oder 14:00-18:00 (Tel: 010 2465346) geöffnet.
Freiheitskämpfer
Giuseppe Mazzini
Ein bekannter Freiheitskämpfer zur Zeit des Risorgimento war Giuseppe
Mazzini. Er ist am 22.6.1805 in Genua geboren. Sein Ziel war die
Selbstbestimmung der europäischen Völker, vorallem aber lag ihm die
Unabhängigkeit und Einigung Italiens am Herzen. Er wollte, dass Italien
eine Republik wird. Für ihn konnte man dies nur durch eine Revolution
und die Vertreibung der Besatzungsmächte erreichen. Nach seinem Jurastudium
veröffentlichte er seinen ersten patriotischen Artikel in der "Indicatore
Genovese". 1830 wurde Mazzini von einem Bekannten verraten und wurde für 3
Monate in das Gefängnis von Savona gesteckt. Nach seiner Freilassung
verließ er Italien und ging in die Schweiz und wenig später nach Marseille.
Hier entwickelte er die Bewegung Giovine Italia. Die gleichnamige Zeitung
wurde in die Fürstentümer Italiens geschmuggelt. Anfang 1830 schloss sich
der bekannte Revolutionär Giuseppe Garibaldi seiner Gruppe an. Nachdem er
mit zwei Umsturzversuchen scheiterte, wurde er trotz Abwesenheit zum Tode
verurteilt. 1836 wies man ihn aus der Schweiz aus, jedoch lies er sich
nicht beirren und arbeitete weiter von London aus. Hier gründete er die
Partito d'Azione (Partei der Aktion). Nachdem Italien 1861 zu einer
konstituellen Monarchie geworden war, kehrte er erfolglos 1870 nach Pisa
zurück. Hier starb er am 10.3.1872. Mazzini war damals schon faziniert von
der Idee und Zusammenarbeit einer Europäischen Union.
Regisseur
Giuliano Montaldo
Giuliano Montaldo ist am 22.2.1930 in Genua geboren und hat seine Karriere
als Schauspieler in dem Fil "Achtung! Banditi" (1950) begonnen. Danach
begann er die Ausbildung zum Regieassistenten bei Lizzani und Gillo
Pontecorvo. Sein erster Film war Tiro al piccione (1960). Er drehte
meistens Filme mit geschichtlichen und politischen Hintergrund. Sein Film
"Gott mit uns", der das Thema Missbrauch des Militärs und religiöse Macht
beinhaltet, war für die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes
norminiert. 1982 wurde er mit dem Emmy ausgezeichnet für sein Fernsehserie
"Marco Polo".
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